71.)“Parallelwelten 5 „

26.3.2016:

In diesem Beitrag dürfen wir über ein Paar berichten,das sich sehr auf die eigenen 4 Wände in Roßbrunn bei Würzburg gefreut hat.Auch hier endete der Haustraum in einem Alptraum.

Lassen wir an dieser Stelle doch einfach die Betroffenen selbst zu Wort kommen:

„Unsere Erfahrungen mit Town & Country und dessen ehemaligen Lizenznehmer CEB Traumhaus GmbH.
Wir, das sind M. 38 und R. 32, kennen uns mittlerweile schon seit gut 14 Jahren und wohnen (wohnten) seit 13 Jahren zusammen in einer Mietswohnung. Im April 2014 haben wir uns dazu entschieden den Traum vom Haus wahr werden zu lassen.
Voller Elan haben wir mit der Planung begonnen. Grundstückssuche, Finanzierungsangebote eingeholt und natürlich auch zusammen das Haus geplant. Wir haben uns für die Firma Town & Country entschieden. Alles unter einem Dach, vom Planungsgespräch bis hin zum schlüsselfertigen Haus. Fertigstellungsgarantie, Schutzbriefe falls was passiert, also das Rundum- Sorglos- Paket. Genau das was wir gesucht haben. Wie tausend andere es bereits auch getan haben und jetzt glücklich in Ihren eigenen vier Wänden wohnen. So stand es in den Hochglanzprospekten!
Es ging zügig voran. Das Grundstück wurde gefunden und nach kurzer Überlegung gekauft. Die Finanzierung stand und das Haus war auch geplant. Wir wurden von unserem Hausverkäufer, der seinen Job jetzt getan hat, an die beauftragte Baufirma übergeben. Dass wir nur mit einer Lizenzfirma bauen werden, haben wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst.
Am 30.1.2015 ging es dann los – Spatenstich. In nur maximal 6 Monaten sollte unser Häuschen fertig sein. Ein Bautagebuch haben wir uns auch zugelegt. Man(n) will ja alles festhalten.
Bis zum Richtfest am 17.4.2015 lief alles, so glaubten wir, nach Plan. Danach kamen die Bauarbeiten immer wieder zum Erliegen. Warum auch immer ist uns bis heute ein Rätsel. Dann ging es mal wieder weiter. Für uns allerdings noch kein Grund Panik zu verbreiten. Die Baufirma ließ uns immer wissen dass wir im Plan sind und alles seine Richtigkeit hat.
Wir haben uns durch Empfehlungen von Freunden dann dazu entschlossen einen Gutachter kommen zu lassen, der die Außenfassade und alle die damit zusammenhängenden Gewerke mal anschauen und prüfen soll. Es kann ja nicht schaden, sich eine zweite Meinung neben der der Baufirma einzuholen. Dieser hat, wie irgendwie schon geahnt, diverse Mängel festgestellt. Nachdem wir die Baufirma mit dem Gutachten kontaktiert haben, war das „Arbeitsklima“ dahin. Die Mängel wurden nicht anerkannt und mit dem Town & Country Standard abgewiesen. Es ist vielleicht noch zu erwähnen dass wir beide von Bau und Architektur nicht allzu viel verstehen.
Nun ging es langsam in die Endphase und man sicherte uns nach mehrmaligem Nachfragen am 9.7.2015 telefonisch eine Fertigstellung und Inbetriebnahme durch den Geschäftsführer der CEB Traumhaus GmbH bis zum 24.7.2015 zu. Es waren aber ein Tag vor der geplanten Übergabe noch sehr viele Arbeiten auszuführen, welche das Haus erst bewohnbar machten (Strom, Wasser, Sanitär, Fliesen etc.) in diesem Zustand wollte man uns das Haus übergeben. Aber so wollten wir es nicht abnehmen, es war ja nicht bewohn,- und nutzbar. Wir haben dann schriftlich um eine erneute Fertigstellung bis zum 30.7.2015 gebeten. Es kam keine Reaktion! Auch ein fertiges Haus war nicht da.
Jetzt blieb uns keine andere Wahl als uns anwaltliche Hilfe zu nehmen. Auch diese neue Frist bis zum 10.8.2015 blieb unbeantwortet. Auch am und im Haus wurde nicht weiter gebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir uns erlaubt (auch mit anwaltlichem Segen) zwei Rechnungen einzubehalten.
Unsere Garagen (die vertraglich auch vereinbart waren), haben wir bis zum aktuellen Zeitpunkt auch noch nicht gesehen. Die Baufirma konnte und wollte uns nicht sagen wann die angeblich bestellten Garagen geliefert werden. Wobei diese schon mit jeder Rate anteilig bezahlt worden ist. Alle anderen Rechnungen wurden fristgerecht und ohne Abzüge von uns bezahlt.
Auf Anraten unseres Anwaltes haben wir ein zweites Gutachten erstellen lassen. Dieses bezog sich jetzt auf das gesamte Haus. Und es kam was kommen musste, es wurde noch schlimmer. Ergebnis sind 102 Mängelpunkte und ca. 500 Fotos! Schadenssummen ca. 53.000€ netto von den nur sichtbaren Schäden.
Inzwischen ging eine weitere und letzte Frist zur Fertigstellung bis zum 24.8.2015 an die Baufirma. Nach Ablauf dieser Frist würden wir sonst den Auftrag für die Restarbeiten entziehen. Allerdings betrifft das nicht die Mängelbeseitigung. Was passierte – wieder nichts!
Nun haben wir der Baufirma drei anwaltliche Termine zur Hausabnahme mitgeteilt. Was passierte – wieder nichts! Keine Reaktion!
Uns blieb nichts anderes übrig als das Haus im aktuellen Zustand zusammen mit unserem Gutachter abzunehmen und in einem Abnahmeprotokoll alles festzuhalten was noch an Restarbeiten und Mängelbeseitigungen zu erledigen ist. Dank der deutschen Rechtsprechung müssen wir der Baufirma wieder eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung geben. Diese lief bis zum 2.10.2015.
Was passierte – wieder nichts!
Bei unserer Baufirma handelte es sich um eine von vielen bundesweiten Lizenznehmern von Town & Country Haus-die CEB Traumhaus GmbH -. Allerdings wurde laut Hr.B.,Geschäftsführer der CEB Traumhaus GmbH -zum 30.6.2015 der Lizenzvertrag mit Town & Country Haus in beidseitigem Einvernehmen aufgehoben. Laut Aussage von Town & Country Haus müssen alle angefangenen und aktuellen Baustellen fertiggestellt werden.
Wir müssen dazu sagen, dass die Firma Town & Country Haus bzw. deren Kundenbetreuung über die gesamte Situation von uns von Anfang an informiert war. Als wir hier erneut um Hilfe baten, sagte man uns dass wir einen Vertrag mit der Baufirma haben und Town & Country Haus lediglich der Lizenzgeber ist.
Da nicht nur wir, sondern mehrere Familien dieselben Probleme mit dieser Baufirma haben, hat die Firma Town & Country Haus zu einer „Infoveranstaltung“ am 11.8.2015 eingeladen,wo man uns schnelle und unkomplizierte Hilfe versprochen hat. Diese sah wie folgt aus: Es wurde ein TÜV Gutachten erstellt, welches von Town & Country in Auftrag gegeben wurde. Wozu dieses noch nötig war wissen wir nicht. Das Ergebnis ist erschütternd. Hier wurden gerade mal Mängel in Höhe von 19.000€ netto festgestellt, wobei Folgeschäden einfach weggelassen worden sind. Diese sind ja jetzt noch nicht sichtbar, so die Aussage des TÜV SÜD. Jetzt wurde uns durch Town & Country und der SHL Versicherung (die für die Mängelansprüche- und Verbraucherbürgschaft zuständig ist, also das „Rundum -Sorglos- Paket“) ein Schiedsverfahren angeboten, dessen Grundlage das TÜV SÜD Gutachten gewesen wäre. Nach Rücksprache mit unserem Anwalt haben wir dieses abgelehnt. Daraufhin wurde uns durch Town & Country schriftlich mitgeteilt, durch Ablehnung des Schiedsverfahrens könne man uns jetzt nicht mehr weiter helfen. Wir haben bis Dato keinerlei Hilfe von Town & Country bekommen, obwohl wir ständigen Kontakt mit deren Kundenzentrale hatten.
Aufgrund der zahlreichen Mängel haben wir nun die Verbraucherbürgschaft bei der SHL Versicherung beantragt. Die Versicherung hat der Baufirma eine Frist gesetzt, um auf unsere Mängel Stellung zu nehmen. Die Mängel wurden nicht anerkannt und somit kam es zu keiner Auszahlung. Da wir so „dreist“ waren die Versicherung zu beantragen hat die Baufirma(CEB Traumhaus GmbH) uns angeklagt.
Eine Klageerwiderung und Widerklage von unserer Seite wurde natürlich eingereicht.
Jetzt stehen wir da mit einem fast fertigen Haus, das viele Mängel hat, die Baufirma diese nicht anerkennt und beseitigt.
Die Rückzahlungen an die Bank zahlen wir auch schon, damit die Anschluss Finanzierungen laufen.
Seit Mitte August 2015 wohnen wir in einer Ferienwohnung (wie lange wissen wir nicht). Diese muss auch bezahlt werden. Unser Hab und Gut ist in einer Garage eingelagert (wieder Kosten für uns). Auch alles was neu gekauft wurde steht noch bei den entsprechenden Firmen im Lager. Das uns hier noch keine weiteren Kosten entstanden sind, rechnen wir den Firmen sehr hoch an. Ein dickes Dankeschön dafür.
Wir wissen auch, dass, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommt ,das sehr lange dauern kann und auch diese noch einiges an Geld verschlingt. Ob diese dann erfolgreich ist, ist auch noch schwer zu sagen.
Auch sind bereits Kosten für Anwalt und Gutachter angefallen, die nicht eingeplant waren.
Aktuell sind wir in Verhandlungen mit regionalen Baufirmen die uns helfen wollen.

Mit freundlichen Grüßen

M. und R.“

 

Auszüge aus den beiden Gutachten,die uns durch das betroffene Paar zur Verfügung gestellt wurden,unterstreichen die obige“Kurzfassung“der Bauherren.Es liegen sowohl ein Gutachten eines gerichtlich vereidigten Gutachters,als auch das von Town & Country Haus beauftragte TÜV SÜD Gutachten vor.

An dieser Stelle nun ein paar Auszüge aus der sehr langen Mängelliste:

Die Sockeldämmung

Die Sockeldämmung ist so fehlerhaft,daß jede Fachfima,die darauf eine Gewährleistung geben soll,die komplette Dämmung entfernen und diese wieder neu anbringen würde.Die Dämmplatten im Sockelbereich müssen kraftschlüssig am Untergrund befestigt werden,da es vereinzelt Hohlstellen gibt oder einzelne Platten locker sitzen.Die Platten,-und Kreuzfugen sind so nicht zulässig.Die Dämmplatten müssen dicht gestoßen sein.Am Übergang Sockel/Putzfläche muss ein fachgerechtes Tropfkantenprofil eingebaut werden.Dies wird sicherlich nicht so einfach sein,da der Oberputz an der Fassade schon aufgetragen ist.Ebenso sind keine Kompribänder zwischen Fassaden,-und Sockeldämmplatten zu finden.Geschweige denn von den Anschlüssen zu den Fenstern/Fensterbänken,die ebenfalls noch einmal entfernt werden müssen.Hier sei anzumerken,daß die Fensterbänke stellenweise nicht einmal richtig befestigt sind.An allen Hausecken sind die Sockelplatten nicht verzahnt und somit nicht fachgerecht ausgeführt.Würde man hier anfangen,Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen,würde vermutlich vom Sockel nichts mehr übrig bleiben,da es kaum eine mangelfreie Stelle gibt.

Der TÜV SÜD – Sachverständige schreibt in seinen Sanierungsempfehlungen folgendes:

„Die Perimeterdämmplatten sind an allen vier Gebäudeseiten teilweise mangelhaft montiert,so daß eine Nachbesserung notwendig ist.Die Perimeterdämmplatten sind gemäß den Herstellerangaben und in Anlehnung der Montagerichtlinien von Town & Country herzustellen.

Es sind teilweise folgende Maßnahmen erforderlich.Dies ist im Allgemeinen:

-Dämmplatten dicht stoßen.

-Plattenfugen sind nicht zulässig.

-Dämmplatten im Verbund verlegen.

-Hohlstellen dürfen nicht vorhanden sein.

-Dämmplatten müssen kraftschlüssig am Untergrund befestigt werden.

-Vorkomprimierte Dichtbänder am Übergang zum WDVS einbauen.

Der Oberputz des WDVS ist bereits fertiggestellt,so daß eine zusätzliche Gewebespachtelung am Übergang vom WDVS zum Sockelputz nicht mehr möglich ist.Der untere Abschluss des WDVS muss deshalb mit einem zusätzlichen geeigneten Schienensystem(Sockelabschlussschienen)des Systemherstellers ausgeführt werden.Die Sockeldämmplatten können dann mit einem Rücksprung von 1-2 cm ausgeführt werden,so daß eine Abtropfkante am Ende des WDVS entsteht.Zwischen den Perimeterdämmplatten und den Sockelschienen sind vorkomprimierte Dichtbänder zur Abdichtung gegen Feuchtigkeit einzubringen.“ Zitat TÜV SÜD

Wenn man auf die Sanierungsempfehlungen des TÜV SÜD eingeht,muss man sich im Klaren sein,dass ein nachträgliches Anbringen eines Tropfkantenprofiles auf eine Unterkante eines fertigen Oberputzes nur eine Notlösung darstellt und wieder grosse Probleme hinsichtlich Haltbarkeit und Gewährleistung mit sich bringen kann.

Fensteranschlüsse an Fensterbank und Rolladenführungsschiene

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„Die Putzfassade ist mit Anputzleisten an die Rolladenführungsschienen ausgeführt.Am Anschluß zur Fensterbank ist an einigen Stellen eine Fehlstelle von mehreren Millimetern vorhanden.Der Leibungsputz wurde nur teilweise auf das Bordprofil der Fensterbank geführt.Ein vorkomprimiertes Dichtband zwischen Bordprofil und Dämmung/Putz ist nicht vorhanden.“  Zitat TÜV SÜD

Blechanschluss an Gaube

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„Am Bauteilanschluss der Brüstungsverblechung zum WDVS  ist ein Riss sichtbar.Ein komprimiertes Dichtband zwischen Blech und Dämmung/Putz ist nicht vorhanden.“ Zitat TÜV SÜD

Anschlüsse der Zuluftöffnungen

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„Im Bereich der Zu,-und Abluftöffnungen ist Bauschaum sichtbar.Ein schlagregendichter Fassadenanschluss fehlt.“ Zitat TÜV SÜD

Durchdringungen durch die Außenwand

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„Im Bereich des Splittgerätes wurde eine Kernlochbohrung durch die Kellerwand und dem WDVS hergestellt.Die Abdichtung der Installationsrohre und der Bauleitöffnungen sind nicht schlagregendicht hergestellt.“ Zitat TÜV SÜD

Diagonalamierung der Fenster/Türöffnungen

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„Auf der Südseite des Gebäudes wurde im Brüstungsbereich eines Fensters eine Bauteilöffnung angelegt.Das eingelegte Gewebe wurde dabei sichtbar und die Putzdicke von ca.4-5 mm konnte gemessen werden.Die einzulegende diagonale Gewebeeinlage,welche zur Rissminimierung durch die Systemhersteller gefordert ist,war nicht vorhanden.“ Zitat TÜV SÜD

Sanierungsempfehlungen für das WDVS

„Im Bereich der Außenfensterbänke sind an den Fenstern die Anschlüsse teilweise mangelhaft ausgeführt,so dass eine Nachbesserung notwendig ist.Die Bauteilanschlüsse an die Gaubenverblechung sind ebenfalls nachzuarbeiten,um Feuchtigkeitseindrang zu verhindern.

Am Fassadensockelanschluss des WDVS  muss die Abtropfkante teilweise nachgearbeitet werden,so dass Schlagregen schadenfrei abtropfen kann und keine Feuchtigkeit in das WDVS System und den Baukörper gelangen kann.

An den Durchdringungen ist der Putz nach Herstellerangaben anzuarbeiten.

An den Fensterecken fehlt die zusätzliche Diagonalarmierung.Nach telefonischer Rücksprache mit Hr.L.,Fa.A.,wurde uns mitgeteilt,dass auch bei fehlender Diagonalarmierung das Putzsystem funktionieren kann.   Üblicherweise treten Risse an der Fassade in einem Zeitraum von 2-4 Jahren auf..Als Empfehlung von TÜV SÜD und auch von der Fa. A. , sollte die Fassade die nächsten Jahre beobachtet werden und erst bei eintretenden Rissen eine Sanierung des Putzes vorgenommen werden.Im Bereich der auftretenden Risse kann dann der Putz abgefräst,zusätzliches Gewebe eingebettet und der Oberputz wieder aufgebracht werden…….Das WDVS ist gemäß den Herstellerangaben und in Anlehnung der Montagerichtlinien von Town & Country Instand zu setzen.“ Zitat TÜV SÜD

Warum werden bei der Sanierungsempfehlung  des TÜV SÜD die Mängel  nur „teilweise mangelhaft“ angegeben??? (Fensteranschlüsse,Abtropfkante u.s.w.)

Sehr interessant,daß bei solch einem Sockel die Rede von„teilweise mangelhaft“ ist,geschweige denn,daß dem Hausherren empfohlen wird, nun nochmals 2-4 Jahre abzuwarten ,ob Risse in der Fassade auftreten oder nicht.Sollen die Bauherren hier nach dieser Zeitspanne wieder von vorne anfangen?

Diese Gewerke wurden vertraglich korrekt von den Eigentümern gezahlt.Dementsprechend sollte man auch den ordnungsgemäßen Town & Country Standard erwarten können.

Sowohle der TÜV SÜD,als auch ein gerichtlich vereidigter Gutachter bemängelten Folgendes übereinstimmend:

„Die Gipskartonplatten an der Dachschräge und im Kniestockbereich sind noch nicht fertiggestellt.Die Oberflächenqualität entspricht nicht einem tapezierfähigen Untergrund(Q2).Die Oberflächenunebenheiten sind stark auffällig.

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Teilweise wurden GKP so verlegt , dass Kreuzfugen entstanden sind..An Bauteilanschlüssen zum Mauerwerk und auch am Übergang der Dachschräge zur Decke und zur Kniestockwand,wurden die Eckausbildungen ohne Trennfuge ausgebildet…“ Zitat TÜV SÜD

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„Die Badewanne wurde auf den Rohbetonboden mit einem Polystyroleinbauelement gestellt,der Estrich im Badewannenbereich fehlt…““…Eine Verbundabdichtung unter der Badewanne und an den Wänden,sowie im Duschbereich fehlt…“ „…Das Abflussrohr der Badewanne wurde durch die Decke geführt,es fehlt die Dämmung und der Verschluss des Deckendurchbruch.“ Zitat TÜV SÜD

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Auf diesem Bild gut sichtbar:Warm,-und Kaltwasserleitung sind nur mit Schwitzschläuchen versehen.Dies fiel u.a.einem weiteren Sachverständigen auf.An allen einsehbaren Stellen des Hauses wurden keine Dämmschläuche,sondern nur Schwitzschläuche verbaut.Hier wirft sich uns nun die Frage auf,ob somit die vertraglich festgelegten EnEv Vorgaben überhaupt eingehalten werden.

 

„Obergeschoss Gästezimmer Trockenbau: Die Trockenbaudecke über der Zimmertüre wurde nicht waagrecht montiert.Die Deckenunterkante weicht ca. 20 mm von der Waagrechten auf einer Länge von 80 cm ab.“ Zitat TÜV SÜD

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Der gerichtlich vereidigte Gutachter zählt in seinem Gutachten noch etliche weitere Mängel auf,auf die wir im Detail aufgrund der Fülle nicht eingehen können.Hier nur ein kleiner Ausschnitt:

„Keine ausreichende Überdeckung des Kehlblechs und den Dachsteinen der Eindeckung.“ Zitat des gerichtlich vereidigten Gutachters

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„Die Heizungs,-bzw. Wasserleitungen enden im Deckendurchbruch ohne ausreichende Isolierung.Das Abwasserrohr (HT-Rohr) hat ebenfalls keine Dämmung oder Schwitzschlauch im Durchbruch.“ Zitat Gutachter

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Eine Leitung ist mit einem Schwitzschlauch ummantelt .

 

Am 03.07.2015 erfolgte durch den VQC (Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V.) die 1.Begehung (geschlossener Rohbau).

Am 17.07.2015-also exakt 2 Wochen später-folgte die 2.Begehung (kurz vor Fertigstellung).

In dem daraus resultierenden Begehungsprotokoll schreibt der VQC zu folgenden Punkten:

Trockenbau, Dachgeschoss,Gaube

Kreuzfugen vorhanden :nein                                                                                                              Ebenheit in Ordnung     :ja                                                                                                                   Tapezierfertig                  :ja

Außenputz/Oberputz Dämmfassade

Arbeiten vollständig         : ja                                                                                                            Fensterbänke in Ordnung:ja

Luftdichtigkeitsmessung

n50-Wert(nur Mittelwert) :1,4                                                                                                          Test muss wiederholt werden:nein

 

Vergleicht man die Mängelliste vom TÜV SÜD und dem gerichtlich vereidigten Gutachter mit dem Begehungsprotokoll vom VQC,fragen wir uns,warum der VQC zahlreiche Mängel nicht erkennt ???

Desweiteren erfuhren wir aktuell von den betroffenen Bauherren,daß sie eine weitere Luftdichtigkeitsmessung von einer externen Fachfirma durchführen ließen,da sie den Angaben des VQC nicht mehr trauten.Das Ergebnis war hier tatsächlich ein anderes:die Luftdichtigkeitsmessung(Blower door Test)wurde nicht bestanden.Der Wert belief sich auf 1,9.

Hier erkennen wir Parallelen zu unserem Bauvorhaben.In unserem Begehungsprotokoll des VQC dokumentierte der damalige Sachverständige beim Punkt Schotterpolsterüberstand(ohne Bösch.) in cm :70 cm.Allerdings dokumentierte unser Gutachter per Foto und Zollstock an der Südseite nur 20 cm.Außerdem fiel dem VQC nicht auf,daß unsere Filigrandecke im Flur einen Höhenunterschied von 4 cm aufweist.

Wir sind überrascht,daß es in einigen Punkten seitens des VQC keine Übereinstimmung mit den vorliegenden Gutachten gibt.Unter einer qualitativen Baukontrolle stellen wir uns etwas anderes vor.Warum hier etliche Mängel durch den VQC nicht festgestellt wurden ,stimmt uns nachdenklich und läßt uns zweifeln.

Auf was können wir und andere Bauherren uns bei Town & Country Haus überhaupt verlassen?

Das „Rundum-Sorglos-Paket“ griff nicht,als wir es am nötigsten hatten,der VQC konnte uns mit einer derartigen Baukontrolle nicht überzeugen.Die 6-monatige Bauzeitgarantie mit der Town & Country Haus wirbt wurde bei sehr vielen Bauherren,die uns bekannt sind,nicht eingehalten.

Unsere Bauzeit betrug 14 Monate,die Bauzeit der oben genannten Bauherren sollte am 30.07.2015 beendet sein.Bis jetzt wohnt dieses Paar nach 14-monatiger Bauzeit zwangsläufig noch immer in einer Ferienwohnung,muß ordentlich nachfinanzieren und es ist kein Ende in Sicht.

Unserer Meinung nach konnte man bei ZDF WISO am 29.02.2015  zum Thema „Pfusch am Bau- Finanzieller Ruin statt Traumhaus“einen Bruchteil dessen,was Town & Country Haus Kunden im Raum Würzburg erleben mußten,sehr gut nachvollziehen.

Als es Probleme mit dem Franchisepartner (in unserem Falle CEB Traumhaus GmbH) gab,wurden wir und etliche andere uns bekannte Bauherren vom Kundenservice von Town & Country Haus immer wieder auf Folgendes hingewiesen : O-Ton Fr.S.vom Kundenservice Town & Country Haus:„Sie haben einen Vertrag mit unserem Franchisepartner, nicht mit uns.“ Diese Äußerung mußten sich sehr viele geschädigte Kunden anhören.

Der Bauwerksvertrag,Werbung,Statik….stammen jedoch alle von Town & Country Haus.

Unserer Meinung nach sollte man sich zusammenfassend sehr gut überlegen,ob man einen Werksvertrag von Town & Country Haus unterschreibt.Mehrere Anwälte/Gutachter äußerten sich uns gegenüber,daß dieser Vertrag sehr „schwammig“sei.

 

www.rottenbauer.blogspot.com

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